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Presse/News

 

ZDF-Magazin WISO berichtet über Internethandel mit Pflanzenschutzmitteln.
12.Dezember 2008

Online-Erwerb von Produkten kann illegal sein.


Das ZDF-Magazin WISO berichtet in seiner Sendung vom 8. Dezember 2008 über den Kauf von Pflanzenschutzmitteln per Internet. Online bestellt und geliefert wurden:
• 20 Liter Herbizid (gegen Unkräuter) mit dem Wirkstoff Glyphosat
• 3 mal 1 Liter Perfekthion, ein Insektizid mit dem Wirkstoff Dimethoat gegen saugende Insekten

 

Beide Mittel besitzen in diesen Verpackungsgrößen keine Zulassung für den Haus- und Kleingartenbereich. Sie dürfen daher nur von Personen erworben werden, die über eine entsprechende Sachkunde verfügen. Diese ist in einer entsprechenden Prüfung nachzuweisen. Wer die Mittel ohne Sachkunde erwirbt, handelt gegen bestehende Gesetzte und muss mit einem Bußgeld rechnen.

 

Der WISO-Beitrag zeigt, wie leicht es ist, Pflanzenschutzmittel übers Internet zu erwerben – keine abgeschlossenen Schränke im Handel, kein lästiges Nachfragen durch einen Verkäufer, keine Belehrung. Ob Mittel gegen Unkräuter, saugende Insekten oder Pilzbefall – drei Klicks im Netz und schon ist das gewünschte Produkt auf dem Weg zum Kunden.

 

Die beiden von WISO gekauften Wirkstoffe sind laut Klassifizierung durch das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit als umweltgefährlich eingestuft. Die Gefahr längerfristiger Gewässerschäden ist gegeben. Dimethoat hat darüber hinaus eine Kennzeichnung als gesundheitsschädlich bei der Berührung mit der Haut und beim Verschlucken.

 

Um das Risiko für den Verbraucher, die Umwelt und die Gewässer zu minimieren, erhält der Verbraucher im Fachhandel lediglich Kleinpackungen. Der Wirkstoff Dimethoat wird unter verschiedenen Handelsnamen zum Beispiel in einer maximalen Packungsgröße von 30 Millilitern abgegeben. Per Internet konnte - ohne die im Handel übliche Beratung - die 100-fache Menge eingekauft werden. Bei Glyphosat erhält der Verbraucher im Raiffeisen- oder Baumarkt maximal 250 Milliliter, also einen viertel Liter. Im Internet gab es die 80-fache Menge.

 

Ohne Beratung beim Kauf können bereits Kleinpackungen von Pflanzenschutzmitteln die Gewässer gefährden. Die Wirkstoffe können über den Gully oder eine Drainage in die Kanalisation und damit trotz Kläranlage in den Wasserkreislauf gelangen. Auf diese Weise besteht ein Risiko für die Umwelt, die Gewässer und auch für unser Trinkwasser. Die im Internet angebotenen Großgebinde von fünf, 10 oder sogar 20 Litern erhöhen das Risiko langfristiger Gewässerschäden erheblich.

 

Der Gesetzgeber muss handeln, bevor größere Gewässerschäden zu beklagen sind. Vorbild für ein entsprechend präzisiertes Pflanzenschutzmittelrecht könnte das Chemikalienrecht sein, das einen Handel von gefährlichen Stoffen über das Internet stark einschränkt.

 

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