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Presse/News

 

Niederschläge und warmes Wetter bieten Unkräutern gute Wachstumsbedingungen
30.Juli 2007

Hier erfahren Sie, wie Sie störendes Unkraut wieder los werden.

Vorab eine wichtige Information: Der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln zur Unkrautentfernung auf befestigten Flächen ist gesetzlich verboten (siehe unten). Das ist gut so! Denn Sie als Verbraucher haben einen entscheidenden Einfluss darauf, dass Pflanzenschutzmittel nicht in den Wasserkreislauf gelangen – etwa über Abfluss oder Gully. Vorbeugen ist schließlich immer besser als Heilen. Was nicht ins Wasser gelangt, muss später auch nicht aufwendig aus ihm entfernt werden.

Übrigens: Auf Kulturland - also zum Beispiel auf dem gärtnerischen Rasen oder dem Beet - ist der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln erlaubt. Hier sorgt die sogenannte belebte Bodenzone dafür, dass die Mittel abgebaut werden und damit nicht in den Wasserkreislauf gelangen.
 
Strenge gesetzliche Regelungen
Der Gesetzgeber räumt dem Schutz der Gewässer vor Pflanzenschutzmitteln höchste Priorität ein. Er hat daher für deren Anwendung strenge gesetzliche Regelungen erlassen. So ist der Einsatz auf allen befestigten Flächen untersagt. Eine gesetzwidrige Anwendung wird als Ordnungswidrigkeit mit empfindlichen Strafen von bis zu 50.000 € geahndet. Übrigens: Auch der Einsatz diverser „Hausmittelchen“ – zum Beispiel Essigsäure, Haushaltsreiniger und dergleichen – ist auf den genannten Flächen zur Unkrautentfernung verboten. 
 
Hilfsmittel zur Unkrautbekämpfung auf befestigten Flächen:
Nachfolgend stellen wir Ihnen die unterschiedlichen Möglichkeiten vor, mit denen Sie störendes Unkraut loswerden, ohne Wasser und Umwelt zu gefährden. Die entsprechenden Geräte finden Sie im gärtnerischen Fachhandel, im Gartencenter oder Baumarkt. Meist gibt es verschiedene Hersteller, zum Teil ist ein Ausleihen möglich.

  • Heißes Wasser und ein fester Besen leisten gute Dienste bei der Unkrautentfernung. Das Wasser schädigt die Pflanzen, der Besen entfernt das Unkraut.
  • Hochdruckreiniger sind für die Unkrautbeseitigung ebenfalls geeignet. Sie sollten jedoch beachten, dass loses Fugenmaterial auf Gehwegen, Terrassen und Garageneinfahrten ausgespült wird.
  • Stahlbürsten, auch motorbetrieben erhältlich, zerstören das Unkraut und reißen es gleichzeitig aus dem Boden. Sie sind jedoch nicht für kratzempfindliche Untergründe geeignet.
  • Fugenkratzer (Fugen-up´S) ermöglichen den gezielten Einsatz am Wuchsort der Pflanze. Gibt es auch am langen Stiel, so dass anstrengendes Bücken entfällt.
  • Infrarot-Handgeräte erzeugen eine intensive Wärmestrahlung. Das pflanzeneigene Eiweiß gerinnt, die Zellwände platzen. Nicht nur die Pflanzen verwelken. Durch die Behandlung werden außerdem die auf der Bodenoberfläche befindliche Unkrautsamen weitgehend keimunfähig.
  • Abflammgeräte bringen das pflanzeneigene Eiweiß ebenfalls zum Gerinnen, die Zellwände werden zerstört. Das vollständige „Abbrennen“ der Pflanzen ist für den Erfolg nicht nötig – kurzes Erhitzen reicht. Auch hier gilt: Samen sind anschließend weitgehend keimunfähig.

Weitere Informationen
Der Bundesverband der deutschen Gas- und Wasserwirtschaft, Landesgruppe NRW ist Initiator des Arbeitskreises Pflanzenschutzmittel-Information. Der Arbeitskreis hat alle wichtige Informationen zu diesem Thema kompakt und verbrauchernah im Internet zusammengefasst: www.wasser-und-pflanzenschutz.de.
Wer regelmäßig größere Flächen von Unkraut befreien muss, kann sich ein Profigerät zulegen. Eine Übersicht gibt es unter www.pflanzenschutzdienst.de, Stichwort: alternative Unkrautbekämpfung.

 

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