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So ist es Recht

 

Folgende Regelungen aus dem Pflanzenschutzgesetz und der Pflanzenschutzanwendungsverordnung haben für den Handel eine besondere Bedeutung:

 

Das Pflanzenschutzgesetz verbietet den Einsatz von bewuchsabtötenden Substanzen auf allen „befestigten“ Flächen rund ums Haus. Damit sind zum Beispiel Wege, Bürgersteige, Garageneinfahrten oder Terrassen sowie andere nicht gärtnerisch genutzte Flächen gemeint. Ein Einsatz von Pflanzenschutzmitteln ist nur auf landwirtschaftlich, forstwirtschaftlich oder gärtnerisch genutzten Freiflächen erlaubt.

 

Ausnahmen sind möglich, wenn der zuständige Pflanzenschutzdienst eine Genehmigung erteilt. Im Bereich Haus- und Kleingarten werden solche Ausnahmegenehmigungen jedoch nicht ausgestellt.

 

Nur Verkaufspersonal mit einem Sachkundenachweis für Abgeber von Pflanzenschutzmitteln darf Pflanzenschutzmittel verkaufen.

 

Grundsätzlich gilt: Es dürfen nur zugelassene Pflanzenschutzmittel verkauft werden, sowie solche, deren Zulassung bis zu 6 Monate abgelaufen ist (Abverkaufsfrist). Der Händler darf an Nichtsachkundige, also Privatkunden, nur Mittel abgeben, die für den Einsatz im Haus- und Kleingartenbereich zugelassen sind ("Anwendung durch nichtberufliche Anwender zulässig"). Eine Liste der zugelassenen Mittel und abgelaufener Mittel mit Angabe der Abverkaufs- und Aufbrauchsfristen ("Übersichtsliste") finden Sie auf den Seiten des Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL).

 

Verstöße gegen die geltenden Regelungen werden als Ordnungswidrigkeit mit einem Bußgeld von bis zu 50.000 € geahndet .